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Zitat des Jahres 2015

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.

- Dante Alighieri - 750 Geburtstag

Jeder von uns lebt - mal mehr und mal weniger - in der Hoffnung auf den Eintritt ins Paradies. Das Paradies, das wir schließlich verdient haben, mit all der Mühe, die uns das tägliche Dasein bereitet, nur um wieder einen weiteren Tag erleben zu dürfen. Miete, Versicherungsbeiträge, Auto und Essen, etc. pp. alleine die Nebenkosten des Lebens verschlingen den Großteil der Einkünfte, da ist es doch legitim, dass jeder von uns Wünsche und Hoffnungen hegt und sie erfüllt sehen möchte.

Das Problem liegt allerdings in den Hoffnungen selbst, je mehr Sie hoffen, desto weniger handeln Sie, deshalb gilt: Ja, Sie dürfen hoffen, aber nur wenn Sie handeln oder gehandelt haben. Gerade Menschen, die sehr emotional reagieren, haben große Probleme ihre Ziele zu erreichen, den sobald sie Feuer und Flamme für eine Sache sind, stürzen sie ohne Plan los und wollen innerhalb eines Tages die Welt retten. Schon am zweiten Tag erlahmt die Begeisterung und Zweifel bevölkern die Seele. Lohnt sich die Anstrengung? Können die Ziele überhaupt erreicht werden? Gibt es keine anderen Ziele, die leichter zu erreichen sind, oder die mehr Erfolg versprechen? Und alle Begeisterung ist verflogen.

Bestimmt haben Sie – vielleicht auch nur im geheimen – einen Wunsch für das kommende Jahr formuliert, tragen aber den Zweifel in sich, dass Sie es (wieder) nicht schaffen. Ein einfacher Trick ist der folgende: Sie müssen mehr Zeit in Ihr Ziel stecken. Wenn Sie eine neue Sprache lernen wollen, so sollten Sie sich mindestens dreimal pro Woche für zwei Stunden mit dieser Sprache beschäftigen. Räumen Sie Zeit frei, melden Sie sich bei Ihrer VHS zu einem Kurs an. Schwieriger wird es, wenn Sie etwas lassen wollen, zum Beispiel essen, trinken oder rauchen. Ab dem Moment, ab dem Sie eine solche Entscheidung treffen, denkt Ihr Unterbewusstsein nur noch an den gefühlten Mangel und es wird fast unmöglich, dieses Ziel alleine zu erreichen.

Statt des Weglassens, müssen Sie deshalb eine andere Tätigkeit ausüben. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, so ersetzen Sie es zum Beispiel durch das Knabbern von Sonnenblumenkernen. Sie sind beschäftigt und Ihr Unterbewusstsein verspürt keinen Mangel. Wollen Sie abnehmen, so melden Sie sich im Fitnessstudio an und gehen mindestens dreimal pro Woche für zwei Stunden hin. Gehen Sie außerdem in die Sauna, als Belohnung für Ihre Anstrengungen und wiegen Sie sich jeden Tag um Fort- und Rückschritte zu erleben. Konzentrieren Sie sich ganz auf den Sport, trinken Sie sehr viel Wasser und Sie haben eine Chance abzunehmen. Beim Alkohol ist es wegen der betäubenden Wirkung etwas schwerer aber grundsätzlich gleich. Menschen, die versuchen dadurch abzunehmen, dass Sie andere Speisen zubereiten und Diät halten, scheitern deshalb so oft, weil sie sich ständig mit Essen beschäftigen. Dadurch gewinnt essen so viel Bedeutung, dass alleine abnehmen fast nie gelingt. Melden Sie sich in einer Gruppe an. Der Wettkampf, der soziale Druck und die Unterstützung helfen.

Egal welche Ziele Sie verfolgen, ich wünsche Ihnen Ausdauer, denn mit Beharrlichkeit hat sogar die Schnecke die Arche Noah erreicht, auch wenn mancher Gärtner sich weniger Ausdauer gewünscht hätte. Und falls Sie noch ein paar Tipps für eine bessere Rhetorik benötigen, Sie wissen, wie Sie mich erreichen, oder melden Sie sich direkt zu einem meiner Seminare an. Hier finden Sie die Termine. Eine bessere Rhetorik kann ich Ihnen garantieren, für alles andere sind Sie selbst verantwortlich.

Mit den besten Wünschen für ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2015

Günter Seipp
gswSeminare