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Lachen ist gesund und macht erfolgreich!

[von Günter Seipp] Sie sollten alles Witzige ebenso leicht und locker erzählen, wie Sie hoffentlich auch den etwas ernsteren Inhalt präsentieren können. Wenn Sie keine Redegewandtheit besitzen, helfen Ihnen Witze und Anekdoten erstmal nicht weiter, dann sollten Sie sich zunächst mit den Grundlagen der Rhetorik beschäftigen.

Sobald Sie allerdings Ihre Aufgeregtheit im Griff und die ersten Ansprachen und Präsentationen hinter sich gebracht haben, helfen Ihnen schöne Geschichten, Aphorismen, Zitate, Witze und rhetorische Figuren, Ihre Botschaft überzeugend zu verpacken. Hier ein paar wichtige Punkte zum Thema: Humor

Angemessenheit:

Alles was Sie witzig finden, müssen Sie aus dem Blickwinkel Ihrer Zuhörer betrachten, wenn sich einer Ihrer Zuhörer bloßgestellt fühlt oder sich für Betroffene oder Sie - als Redner -  fremdschämt, dann haben Sie nichts erreicht, sondern sind genauso arm dran, wie der Landpfarrer bei seiner ersten Predigt.

Zuhörerhorizont:

Ihre Zuhörer müssen bei der Pointe herzhaft lachen können. Für Männer mag es interessant sein, wenn Daniela Katzenberger Blondinen-Witze erzählt, für Frauen, noch dazu für Blondinen, hält sich der Spaß in Grenzen, selbst wenn ein attraktiver Mann Blondinen-Witze erzählt. Erfolgreiches Flirten funktioniert anders. Der Beginn Ihres Witzes darf immer wie eine Provokation daherkommen, aber die Pointe muss die entstandene Anspannung elegant auflösen.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Eine furchtbar dicke Dame wird in der U-Bahn von einer sehr schlanken zierlichen Frau versehentlich angestoßen. Die Dicke wirbelt, in einer Geschwindigkeit, die ihr niemand zugetraut hätte, herum und schnauzt die zierliche Person an: „Was haben Sie den für spitze Knochen und wie sehen Sie überhaupt aus. Als wenn wir eine Hungersnot hätten!“ Unbeeindruckt antwortet die Angesprochene: „Und Sie, als wenn Sie daran Schuld wären!“

Entscheiden Sie selbst, wem Sie diesen Witz erzählen, bei unbekannten Gesprächspartnern wäre ich allerdings sehr vorsichtig.Vielleicht ist der Partner der Person sehr dick? Wer sich schämt oder fremdschämt kann nicht gut mitlachen.

Die Dosis macht das Gift:

Sie haben ein ernsthaftes Anliegen, also würzen Sie nicht zu sehr. Zwei, drei Stellen, an denen Ihr Gesprächspartner mit Ihnen gemeinsam Lächeln kann und eine Stelle zum herzhaften Lachen sind ausreichend um die notwendige Nähe herzustellen, damit Sie leichter überzeugen können. Wird nur gelacht, erreichen Sie in der Sache nichts. Kartoffeln werden mit Salz gekocht, wer Salz zur einzigen Beilage macht, wird nicht als guter Koch gefeiert.

Bekanntheitsgrad:

Bleiben Sie bei Bekanntem. Personen, Orte, Handlungen sollten den Zuhörern vertraut sein. Deshalb bleiben Sie auch bei einfachen rhetorischen Figuren: Wortspiele, Übertreibungen und überraschende Wendungen sind probate Mittel um Ihre Präsentation mit Humor zu würzen. Nutzen Sie Beispiele über die Ihre Zuhörer auch in alltäglichen Situationen lachen.

Humor – Sarkasmus:

Sarkasmus und Ironie haben mit dem leichten, fröhlichen Humor, der Ihnen bei Ihrem Anliegen hilft, nur wenig zu tun. Bedenken Sie bitte, dass 80% der Empfänger von E-Mails mit eindeutig ironischem Inhalt, die Ironie nicht verstehen. Ein Witz, der nicht verstanden wird, ist kontraproduktiv. Und der bei manchen Menschen so beliebte britische, schwarze Humor wird nicht von jedem Zuhörer geschätzt. Lassen Sie deshalb zunächst die Finger von Ironie und Sarkasmus.

Optimismus:

Betonen Sie beim Einsatz von Humor Verbindendes, Positives und erzeugen Sie beim Zuhörer ein Gefühl von Wärme. Das mag bei gemischten Gruppen nicht immer für alle Zuhörer funktionieren, aber Sie sollten immer versuchen, die Mehrheit Ihrer Zuhörer zu erreichen. Zwar hat schon der römische Dichter Quintilian gesagt: „Lieber einen Freund verlieren als einen Witz.“ Aber spätestens wenn Ihnen Niemand mehr zu hören will, sollten Sie diesen Ratschlag überdenken.

Personalisierung:

Erzählen Sie von Menschen, die Ihren Zuhörern bekannt sind, erzählen Sie deshalb auch gerne einmal in der Ich-Form von einem Missgeschick, das Ihnen passiert ist. Wie immer gilt auch hier, nicht zu viel zeigen. Kleine Schwächen, die die Zuhörer selbst haben, machen Sie sympathisch, große Schwächen stoßen ab.


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