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Nachruf auf Nelson Mandela

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Am Tag der zentralen Trauerfeier, am 10. Dezember 2013,

erschien im Zitate-Portal das nachfolgende Zitat des Tages:

Wer im Dunkeln sitzt, zündet sich einen Traum an.

- Nelly Sachs –

Welchen Traum hat sich wohl Nelson Mandela in den 27 Jahren seiner Haft angezündet? Welcher Charakter ist notwendig, umso gestärkt aus dem Gefängnis zurück ins Leben zu kehren?

Was für ein großartiger Mann ist von uns gegangen, der seine Wut, Bitterkeit  und Rachegefühle überwinden und dem Apartheid-Regime verzeihen konnte? Wann werden Menschen so weise? Benötigen wir dafür 27 Jahre Einzelhaft oder gibt es diese Weisheit auch zu einem günstigeren Preis?

Wie würde unsere Welt aussehen, wenn alle Menschen diese Weisheit kultivieren könnten? Ich weiß, es gibt intellektuelle Grenzen, aber wenn 20% der Menschheit eine überdurchschnittliche Intelligenz besitzt, so sind dies von 7.000.000.000 Menschen 1.400.000.000. In den vergangenen 100 Jahren gab es aber nur zwei Menschen mit diesem Charakter - nämlich Mahatma Gandhi und Nelson Mandela - von denen ich weiß. Vielleicht gibt es noch 1.000.000 weitere Menschen mit dieser Großmut von denen ich nicht gehört habe, aber wofür haben die anderen 1.399.000.000 überdurchschnittlich intelligenten Menschen ihre Intelligenz genutzt? Wofür benutzen Sie Ihre Intelligenz?

Es ist leicht zu richten und Feindbilder zu kultivieren, das schafft jeder Dummkopf. Zu verzeihen und die Hand zur Versöhnung zu reichen, ist dagegen sehr schwer. 1993 als Nelson Mandela den Friedensnobelpreis erhielt, war ich dagegen, dass Frederik Willem de Klerk als Staatspräsident Südafrikas ebenfalls den Friedensnobelpreis erhielt. Ich habe de Klerk als Verfechter der Apartheid gesehen, wie man übrigens auch Ronald Reagan und Maggy Thatcher unterstellen muss, dass sie die Apartheidpolitik Südafrikas unterstützten, denn noch 1988 setzte Reagan Nelson Mandela als Terroristen auf eine Watchlist, so dass er nicht in die USA einreisen durfte (das wäre aus der Haft allerdings auch schwer geworden) und Frau Thatcher nannte ihn ebenfalls einen Terroristen. Von der Watchlist wurde Mandela übrigens erst 2008 von George W. Bush gestrichen.

Heute ist mir bewusst, dass es den Präsidenten Nelson Mandela nicht gegeben hätte, wenn de Klerk nicht so weitsichtig gehandelt hätte. Und er musste gegen seine Parteigenossen und die Mehrheit der weißen Bevölkerung sowohl die Freilassung Mandelas als auch die Verfassungsänderungen durchsetzen. Die Forderung „Ein Mensch, eine Stimme“ ist für uns eine Banalität, für Südafrika war es eine Revolution und de Klerk hat mindestens ebenso großen Anteil an dieser Revolution wie Nelson Mandela.

Und jetzt stellen Sie sich einmal vor: Asad in Syrien, die Militärjunta in Ägypten, Janukowytsch in der Ukraine und Wladimir Putin in Russland würde über die Weisheit und Einsicht von de Klerk verfügen und nicht verzweifelt ihre Macht verteidigen, wie viel schöner wäre unsere Welt?

Nelson Mandela möge in Frieden ruhen, für den Rest der Menschheit geht der Kampf weiter.

Mit herzlichem Gruß
Ihr Günter Seipp
gswSeminare
Zitate-Portal

Zitate von Nelson Mandela

Auch mit einer Umarmung kann man einen politischen Gegner bewegungsunfähig machen.

Auf Prinzipien kann man ausrutschen wie auf einer Bananenschale.

Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.

Der Zeitpunkt ist immer richtig, um das Richtige zu tun.

Die Fähigkeit zum Kampf wird im Kampf gewonnen.

Die WM wird uns helfen, das Land zu einen. Wenn es auf diesem Planeten etwas gibt, das die Kraft hat, Menschen zu verbinden, ist es Fußball.

Du musst selbst die Veränderung sein, die Du in der Welt sehen willst.

Ein guter Geist und ein gutes Herz sind immer eine hervorragende Kombination.

Eine Persönlichkeit zwingt Entscheidungen nicht auf, sie gestaltet sie.

Einem Menschen seine Menschenrechte verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu missachten.

Ich habe Einladungen aus fast jedem Land der Welt erhalten - außer von Israel.

Ich habe ihr (Prinzessin Diana)  gesagt: Ich zittere immer noch. Niemals dachte ich, dass ich eines Tages so eine wunderschöne Prinzessin treffen würde.

Ich werde verzeihen. Aber nie vergessen.

Im nächsten Jahrhundert wird die Fähigkeit zur Kommunikation ein grundsätzliches Menschenrecht sein.

Manchmal gibt es Generationen, die Großes schaffen können. Ihr könntet diese Generation sein.

Weitere Zitate von Nelson Mandela finden Sie im Zitate-Portal, hinter diesem Link.

*** Ende des Kommentars zum Zitat des Tages ***
Reaktionen auf diesen Nachruf.
Ich habe sowohl positive als auch negative Antworten online gestellt, weil ich Ihnen die Vielfalt der Meinungen zum Nach- und Vordenken anbieten möchte. Aus diesem Grunde habe ich alle Namen weggelassen, denn ich möchte das auch vermeintlich politisch unkorrekte Meinungen - ohne Sorge vor Repressionen - geäußert werden.
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Sehr geehrter Herr Seipp,

ja, ich muss gestehen, diese Worte bzw. Gedanken sind mir auch schon durch den Kopf gegangen. Vielen Dank an Sie, für diese Ausformulierung.

Als menschliche Zivilisation sind wir leider noch ganz am Anfang, was ein optimales Zusammenleben angeht. Man merkt es täglich im Straßenverkehr, der U-Bahn und auch im Geschäftsleben, dass ein jeder der Erste sein will. Und Fehler werden auch heute noch zu oft als Schwäche, denn als Chance verstanden. Selbst die WTO beginnt erst jetzt, im 21. Jahrhundert ganz zaghaft den echten Welthandel zu fördern und für mehr Wohlstand & Bildung in anderen Ländern zu sorgen. Woher kommt nur diese unbändige Angst vor einem weltumspannenden Gemeinwesen?

Mich hat vor allem berührt, dass Nelson Mandela trotz aller Entbehrungen und Strapazen letztendlich ein wahrlich erfülltes und langes Leben leben konnte. Jetzt liegt es an den nächsten Generationen, seinen Weg (oder der anderen Vorbilder) nachzufolgen.
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Danke, Herr Seipp,

für den wunderbaren Text. Nelson Mandela hat unsere Welt überreich beschenkt. Wie schön könnte es sein auf dieser Erde, wenn wir alle auch nur ein klein wenig 'Mandela' wären. Ich versuche es, versprochen!
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Lieber Herr Seipp,
danke für Ihren Nach- und Aufruf zum Tode von Nelson Mandela.
Dabei fällt mir auf, haben Sie eventuell in dem letzten Absatz in Ihrer Aufzählung
Obama und einige andere vergessen?

Aber trotzdem freue ich mich jeden Morgen Ihre Zitate lesen zu dürfen.
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Sehr geehrter Herr Seipp
Das sind sehr rührende, packende und intelligente Worte. Danke dafür.
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Lieber Herr Seipp,
seit einer Weile schon lese ich mich Begeiserung Ihre täglichen Zitate-Schätzchen und klugen Gedanken. Heute muss ich Ihnen nun wirklich einmal zurückschreiben und Ihnen persönlich danken dafür, wie Sie sich über und für Nelson Mandela geäußert haben. Ich muss wohl etwa 14 Jahre alt gewesen sein, so alt wie mein Sohn heute, als ich eine Film-Biografie zu Mandela sah. Zum ersten Mal wurde mir da die Größe jenes Mannes bewusst, über den ich bis dato nur kurz in der Schule etwas gehört hatte. Und ich dachte ähnlich wie Sie heute - Menschen dieser Art waren und sind vermutlich rar gesät. Nichtsdestotrotz glaube ich daran, dass wir, die wir dies zumindest erkennen, auf einem guten Wege sind. Und "wir", da bin ich überzeugt, sind vielleicht doch ein paar mehr...

Noch einmal also meinen Dank für Ihre Worte. Sie haben mich einmal mehr an das erinnert, was mir selbst seit langem lebenswichtig und (mit)teilenswert ist.
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Ja, Herr Seipp,
ich stimme Ihnen zu (und lobe Sie für Ihre Recherchen!). Und ich möchte noch einen nachlegen:

Wie würde es auch in unserem Land und meinetwegen in Europa aussehen, wenn unsere Politiker, sofern es denn noch welche gibt, die überhaupt Visionen haben, dafür auch mal bereit wären, ein Opfer zu bringen? Es müssen ja nicht gleich 27 Jahre hinter Gittern sein. Aber vielleicht mal die Partei-Karriere aufs Spiel setzen, um etwas durchzusetzen? An wie viele Politiker können Sie sich erinnern, die deutlich gesagt haben „Wenn ihr diesen Weg gehen wollt, der nicht meiner ist – dann ohne mich – und tschüß!“?

Aber vielleicht geht es der Mehrheit bei uns einfach zu gut, so dass wir bessere Politiker (vielleicht doch mal wieder welche mit Visionen) einfach (noch) nicht verdient haben?
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Sehr geehrter Herr Seipp,

etwa 1967 stieg ich in Afrika bewusst bei der hinteren Tür in den Bus ein, der für die Farbigen war, und nicht vorn wo am Eingang stand white only . Dann saß ich auch in der Nähe der Farbigen.
Danke dass Sie einen so durchdachten Nachruf auf Mandela und den Gedanken mit de Klerk brachten.
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Nicht der Kampf geht weiter sondern das Leben.
Gekämpft wird eh bloß mit unseren extrem begrenzten bewussten Kräften – mit denen haben wir das Leben noch nicht mal verstanden (und den Kampf auch nicht).
Gelegt wird so gut wie 100%ig unbewusst.
Mit unserem bewussten Verstand könnten wir nicht mal die Lebensvorgänge einer Sekunde in uns zählen, die unbewusst alle Sekunden des Lebens gesteuert werden.
Wut, Bitterkeit, Rache, …. – so wie wir das kennen, sind das alles angelernte Theorien.-
Theorien, die ständig unserer originalen Lebenssicht und Erkenntnis widersprechen.
Mit unserer eigenen, originalen WAHRnehmung nehmen wir ständig WAHR, dass die uns aufgedrängten Theorien falsch sind.
Um den Selbstbetrug fortsetzen zu können, akzeptieren wir, dass wir ständig – von uns und unserer WAHRnehmung und WAHRheit – abgelenkt werden.
Das fängt schon in Kindergarten und Schule an.
LERNEN – von germ. „laisti= die Fährte“ -  heißt: Fährten des Lebens folgen, Gefahren bestehen, eigene Erfahrungen sammeln.
Unser sogenanntes Bildungssystem zielt vor allem darauf ab, den Menschen von seinen eigenen Lebensfährten abzubringen.
Was in unseren Unterrichtsvollzugsplänen steht, man könnte es in G 1 oder G 2 statt G 8 oder G 9 – wie z.B. die Schetinin-Schule wieder zeigt – lernen,
wenn man denn bei uns LERNEN dürfte und sich nicht UNTERRICHTEN lassen müsste.
Unterricht richtet nach unten.
LERNEN = Fährten des Lebens folgen ZIEHT UNS NACH VORN.
Dort will man uns aber offensichtlich nicht haben.
Das könnte uns – wenn wir´s erkannt haben – egal sein.
Wir müssen gar nicht außen vorn dran sein;
Es geht darum, innen voranzukommen.
Mandela ist ganz offensichtlich in seinen 27 Jahren INNEN viel weiter gekommen als andere außen.
Gefangen kann man mit sich offensichtlich weiter kommen als in Freiheit von sich abgelenkt.
Lieber Herr Seipp,
ich danke Ihnen und grüße Sie.
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Lieber Herr Seipp,

lets not get overenthusiastic! (Ich möchte die Charakterstärke von Herrn Mandela nicht gering schätzen.)

Als Unterdrückter haben Sie nur die Wahl zwischen Resignation, oder der Erkenntnis „Alles, was ich nicht habe, kann mir keiner wegnehmen.“ Wenn Sie nichts mehr haben, sind Sie endgültig frei. Das erkennen zugegebenermaßen nur wenige. Wenn Sie dann weiter nach Ihren Vorstellungen leben, werden Sie rasch feststellen, die Unterdrücker können mit Reaktionen nicht umgehen, die ihren Erwartungen nicht entsprechen. Vorgemacht hat es Herr Gandhi. „Der Kluge passt sich der Welt an, nur der Narr besteht auf dem Versuch, die Welt seinen Vorstellungen anzupassen; deshalb beruht aller Fortschritt auf Narren.“ (Quelle ist mir augenblicklich entfallen.) Ihren Bezug auf Reagan, Bush und Thatcher halte ich für plumpen Anti-Amerikanismus. Auch die Bundesregierungen haben das Apartheidregime – und andere Unterdrücker – unterstützt oder wenigstens wohlwollen geduldet.

Ein weiteres Beispiel der Ohnmacht ist die „friedliche Revolution“ hier in Leipzig – die Unterdrücker konnten nur noch aufgeben (allerdings war hier die Situation nicht ganz so einfach).
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Guten Morgen,
 
sehr interessant, der Hinweis auf Thatcher und Reagan sehr gut!
 
Aber am Ende:
 
Soweit mir bekannt haben die Machthaber in Syrien, der Ukraine und Russland die Mehrheit hinter sich. Gut, dass sich Assad gegen die Al Kaida behauptet, die beiden anderen wurden mit Mehrheit gewählt, genau wie in Thailand. Inzwischen ist es so, das pro-westliche Minderheiten das demokratische Votum ignorieren und einfach drüber hinweg sehen. Bei uns in den Medien wird dies als natürlich, richtig und unterstützenswert dargestellt... das wirft ein Licht auf das Demokratierverständnis hierzulande, die Tendenz ist sehr bedenklich wie ich finde.
 
Es gibt nur wenige Regime die mit SA vergleichbar sind- Israel (die Palästinenser sitzen in entrechteten Homelands) und ggf. die Türkei (der Kudernführer Öcalan sitzt wie Mandela auf einer Gefängnisinsel, er hat weitgehende Zugeständnisse gemacht, wurde offensichtlich reingelegt da die Türkei keinerlei Weitsicht besitzt, keine Absprachen einhält und sich im Gernegroß gefällt).
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Hallo lieber Herr Seipp
 
Ja, wozu nutzen wir/ich die Intelligenz.
 
Die einen studieren an der Uni, andere nutzen sie in ihrem Job. Andere nutzen sie für eine geschickte Kriegsführung. Andere "bauen clevere Viren", die sie dann verschicken, damit sie zerstören.
 
Ja, wozu brauchen wir unsere Intelligenz. Gott hat sie uns geschenkt. Sie ist eine unter vielen Gaben. Nicht alle haben gleich viel davon. Es brauchen auch nicht alle gleich viel davon.
Die mit weniger sind deshalb nicht weniger wertvoll. Aber es braucht alle Menschen die damit arbeiten. ARBEITEN die zum Nutzen aller dienen.
 
Ich glaube, dass die grösste Intelligenz nichts wert ist, wenn sie nicht aus einem liebenden und dienendem Herzen kommt.
 
Nelson Mandela hat Intelligenz aus reinem Herzen gelebt.
 
Ja, möge er in Frieden ruhen, für den Rest geht der Kampf um die Erkenntnis, worum es im Leben wirklich geht, weiter.
 
Wie hat es uns Jesus gelehrt? Das höchste Gebot ist es, Gott zu lieben und den Nächsten und... wer der Grösste sein will unter euch, der soll ein Diener sein.
 
Wer nicht hören will soll kämpfen, um Macht, Geld, Ehre...... usw. Er wird den Kampf mit Garantie verlieren.
 
Gehen wir voran. Transformieren wir das Böse ins Gute.  Wir vergeben, wie auch Gott uns vergeben hat. Durch den Geist Jesu ist dies möglich. Darum sagt uns Jesus: Bleibt in mir, so bleibe ich in euch, damit ihr reiche Frucht bringt.
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Also ich bin hier anderer Meinung. Ich halte nichts von dem Mandela-Kult. Überhaupt von jeder Überhöhung und Glorifizierung der Taten irgendwelcher Menschen. Ich habe persönlich Leute vom ANC während meines Studiums kennengelernt. Die hatten ziemlich radikale Ansichten. Reagan hatte sicher Gründe, wenn er Mandela nicht traute. Reagan hat überhaupt mehr geleistet für den Frieden als die meisten anderen seiner Zeit und als ihm zugebilligt wird. Als er 1987 Gorbatschow aufforderte, das Brandenburger Tor zu öffnen, dachte dieser keinesfalls daran. Er hätte es ja sofort tun können. Aber erst zwei Jahre später durch den Druck der Ostdeutschen fiel der Eiserne Vorhang. Früher hielt ich nichts von den Russen. Heute sage ich mir, zum Glück gibt es Putin, der Edward Snowden Asyl gewährt. Wir würden ihn ja hemmungslos ausliefern. Es gibt nicht die Guten und die Schlechten in dieser Welt. Man muß sich immer fragen: Gut oder schlecht für WEN?
 
Das mußte ich mal loswerden.
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Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Löschen Sie uns bitte sofort aus Ihrem Verteiler!
 
Sie sollten sich etwas mit der Vergangenheit von Nelson Mandela kümmern, seine Aktionen mit den Autoreifen und welchen Terror der ANC besodners gegen andere SCHWARZE ausgeübt hat.

Leider, leider finde ich jetzt im Internt nicht seine Vorträge vor dem ANC, wie er zusammen mit seiner Frau zur Gewalt aufgerufen hat...
 
Löschen Sie uns bitte sofort aus Ihrem Verteiler!
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Sehr geehrter Herr Seipp,
vielen Dank für Ihr lobenswertes Engagement. Für mich ist es sehr tröstlich, erleben zu dürfen, dass es noch mehr Menschen gibt, denen die Verbreitung intelligenter Humanität am Herzen liegt.
Seit geraumer Zeit sammle ich Ideen, die helfen könnten, die schlimmste Geißel, die sich die Menschheit je ausgedacht hat, zu eliminieren: Die religiöse Obsession.
Die Welt schreit nach einem weiteren Schritt der Aufklärung, nach einem neuen Evolutionsschub. Wie können wir den Menschen klar machen, dass sie sich lediglich auf jene drei Fähigkeiten zu verlassen brauchen, mit denen die Evolution sie aus der übrigen Natur heraushebt: Die Fähigkeit zu aufopferungsvoller Liebe, die Fähigkeit zu schöpferischem Tun, die Fähigkeit dies zu erkennen.  Natürlich sind wir Menschen auch zum jeweiligen Gegenteil befähigt. Aber unsere Intelligenz kann das unterscheiden.  Unter dem Einfluss einer unfassbaren Mystik aber verwischen die Konturen.
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In allen klugen Nachrufen auf Nelson Mandela bleibt eine, vielleicht die wichtigste Kraftquelle seines Lebens, außen vor: Ohne seinen Glauben - er war Methodist, so wie seine 3. Frau - wäre er nicht geworden, was er war. Versöhnung hat er in seinem christlichen Glauben leben gelernt.
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