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Lexikon

Empathie

[von Günter Seipp] Mit Empathie wird in der Psychologie die Fähigkeit bezeichnet sich in andere Menschen einzufühlen, die Gedanken, Handlungsmotive und Emotionen so spüren zu können, als ob es Ihre eigenen Gedanken wären. Wesentlich für die Empathie sind dabei vier Dimensionen:

  • Fantasie-Empathie: Wie sehr können Sie sich in fiktive Situationen einfühlen? (z.B. Filme, Bücher, Träume)
  • Perspektivenübernahme: Wie gut können Sie nachvollziehen, was andere denken. Was sie hoffen oder sich wünschen?
  • Mitgefühl: Wie sehr leiden oder freuen Sie mit anderen? Die Basis der Freundschaft.
  • Persönliche Betroffenheit: Wie emotional reagieren Sie, wenn andere Menschen oder Tiere von einem Schicksalsschlag getroffen werden, bspw. sterben?

Es gibt nicht die richtige und die falsche Empathie. Wenn Sie sehr viel Mitgefühl und persönliche Betroffenheit besitzen, können Sie viel Gutes in der Trauerarbeit mit Hinterbliebenen bewirken, als Gefängnisaufseher wären Sie dagegen eine glatte Fehlbesetzung.

Achtung, bitte nicht verwechseln: Empathie – Emphatie

Die Emphatie stammt von der Emphase ab und bedeutet etwas mit Nachdruck betonen, hervorheben.

In diesem Zusammenhang interessant: intrinsische Motivation